Nur noch weg hier - Tipps gegen den Lagerkoller

Nur noch weg hier – Tipps gegen den Lagerkoller

Mal Hand auf`s Herz: mit der Familie, vor allem mit den Eltern, naja eigentlich mit den meisten sogenannten Erwachsenen ist es schon in normalen Zeiten nicht immer ganz einfach. Und wegen dieses ganzen Corona-Dings soll man jetzt mit denen auch noch 24/7 abhängen. Hierbei droht schnell der Lagerkoller. Mit Lagerkoller meint man „[…] umgangssprachlich einen vorübergehenden psychischen Erregungszustand bei zwangsweiser Lagerunterbringung, wie er […] bei anhaltend belastenden und unabsehbar lange andauernden Bedingungen vorkommt.“  (Quelle: Wikipedia)

Hier gibt es 11 Tipps für Dich, damit Du neben der Corona-Krise nicht noch selbst eine Vollkrise bekommst:

Raus aus den Federn

Trotz Corona solltest Du schauen, Deinen normalen Tagesrhythmus beizubehalten. Okay, Du musst vielleicht nicht ganz so früh wie zu Schulzeiten aufstehen. Es empfiehlt sich dennoch, feste Aufstehzeiten am Morgen und regelmäßige Zubettgehzeiten am Abend anzupeilen. So schaffst Du tagsüber mehr, bist nicht so müde und die Stimmung bleibt stabil.

Dress up

Auch in Schulzeiten gehst Du nur in deiner Lieblingsjogginghose raus, warum solltest Du das jetzt ändern? Allein um Dich besser zu fühlen, ist es sinnvoll, sich Direkt morgens zu Duschen und etwas anderes, Frisches anzuziehen, als im Schlafanzug oder im Schlabberlook zu bleiben. Getreu nach dem prominenten Modedesigner Karl Lagerfeld: „Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“

Beweg Dich und bleib in Form

Bewegung ist wichtig für die körperliche und seelische Gesundheit. Vor allem hilft sie, nicht total Durchzudrehen. Versuch ca. 20 Minuten tägliche Bewegung. Hierfür findest Du im Moment tausende Angebote von Sportprogrammen im Internet, die Du easy zuhause machen kannst. Du kannst aber natürlich auch ganz old-school mal `ne Runde Joggen gehen…dafür ist die Joggingbuchse wiederum ein Muss!

Ernähr´ Dich smart und bleib fit

Normal nerven die Erziehungsberechtigten doch immer rum, man soll sich besser ernähren. Belehr` deine Eltern, Lehrer und den ganzen Rest eines Besseren und such` Dir Rezepte im Internet zum Selbst kochen raus. Die Zeit hast Du ja… Das ist gesund, Du hast was zu tun, kannst gleich für die anderen mitkochen und kommst mal zum Einkaufen raus.

Sag „Nein“ zu Drogen

Auch in entspannteren Zeiten sind Alkohol und Drogen nicht die besten Berater. Aber gerade jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu behalten. Alkohol und Drogen machen Gefühle, vor allem die negativen, nur noch stärker und das kannst Du gerade überhaupt nicht gebrauchen.

Suche virtuelle Begegnungen

Zugegeben, is` grad nicht die beste Zeit zum Party machen. Und Corona-Parties gehen schon mal gar nicht! Versuch` trotzdem mit Deinen Leuten in Kontakt zu bleiben. Dazu fällt Dir ziemlich sicher etwas ein. Vielleicht geht Ihr aber mal über das Posten auf Instagram und WhatsApp hinaus und verabredet Euch zu einer Skype-Session. Auch wenn Ihr dann nicht in eurem Lieblingscafé sitzt, könnt ihr trotzdem `n Tässchen Kaffee zusammen trinken.

Begrenze schlechte Nachrichten

Keine Frage, die aktuelle Lage ist ziemlich weird, manchmal auch beängstigend. Und was machen die Menschen, wenn sie Angst haben? Sie versuchen alles mitzukriegen und möglichst viele Informationen zu sammeln. Das ist auch ok, Du solltest Dir aber Grenzen setzen. Such Dir vorher ein bis zwei seriöse Informationsquellen raus (z.B. das Onlineangebot der großen Tageszeitungen) und verbring` am Tag nicht länger als eine Stunde mit den Nachrichten. Alles andere bringt Dich nur schlecht drauf. Das Problem wird nicht kleiner mit der Anzahl der Stunden oder der Informationsquellen!

Leave me alone

Klar, Du brauchst Deine Ruhe und Deine Zeit für Dich. Das war auch schon vor Corona so. Warum sollte das jetzt anders sein. Im Moment machen sich vor allem die Erwachsenen Sorgen. Sei es um die Gesundheit ihrer Familienangehörigen, um die eigene Gesundheit, um den Arbeitsplatz und was auch immer. Vor allem machen sich aber Eltern immer Sorgen um ihre Kinder. Und ja, trotz deines Alters bist Du immer noch das Kind Deiner Eltern. Wunder` Dich also nicht, wenn Dich Deine Eltern gerade vielleicht nochmal mehr belagern als sonst. Probiers` doch mal mit einer Art Elternberuhigungstrick: vereinbart eine feste Zeit am Tag, an der Ihr auf jeden Fall mal ein Stündchen gemeinsame Zeit verbringt (z.B. Abendessen). Erzähl Deinen Eltern ruhig auch mal von Dir aus, wie es Dir mit dem Ganzen geht.

Finde Deine verborgenen Talente

Du wirst bestimmt einiges für die Schule tun müssen. Deshalb ist es besonders wichtig, auch den Ausgleich dazu zu suchen. Vielleicht gibt es irgendein Hobby, das Du nochmal wiederbeleben möchtest. Hol` Dir nochmal die Gitarre vom Dachboden, lern` Jonglieren oder zeichne die abgefahrensten Superhelden. Auch hierfür gibt es zurzeit ziemlich coole Online-Angebote. Am besten, Du baust Dir all deine Aktivitäten in einen festen Wochenplan. Auch der kann Dir helfen, Deine Struktur zu behalten.

Support your local neighbour

Anderen zu helfen ist immer eine sinnstiftende Tätigkeit. Überleg` Dir, wer in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis Deine Hilfe braucht. Frag die 80-jährige Oma von nebenan, was Du ihr vom Einkaufen mitbringen kannst. Manchmal muss man aber auch gar nicht soweit denken. Auch Deine Mitbewohner freuen sich bestimmt, wenn Du mal den Müll rausbringst, die Spülmaschine ausräumst oder das Bad putzt.

Hilfe suchen

Wenn gar nichts mehr geht und Du den Eindruck hast, dass nichts mehr hilft, wird sich trotzdem eine Lösung finden. Dafür braucht es aber manchmal jemanden außerhalb der Familie. Nach wie vor bieten Telefonhotlines, Erziehungsberatungsstellen, psychotherapeutische Ambulanzen, kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen sowie das örtliche Jugendamt Sprechzeiten an. Kontakte findest Du auch hier auf der Seite.